Narkoseverfahren

Es gibt folgende Anästhesieverfahren:

Allgemeinanästhesie

  1. Maskennarkose

    • Bei sehr kurzen Eingriffen ist es manchmal ausreichend, wenn der Anästhesist den Patienten mit einer Maske beatmet (Maskennarkose).
    • Häufig wird auch eine Kehlkopfmaske zur Beatmung verwendet – eine Methode, die als Alternative zur Intubation in vielen Fällen zur Anwendung kommt.
  2. Intubationsnarkose

    • Bei manchen Eingriffen muss ein weiches Rohr (Tubus) durch den Mund oder die Nase in die Luftröhre eingeführt werden (Intubationsnarkose).
    • Dies geschieht mit Hilfe eines speziellen Instruments, dem Laryngoskop, nachdem der Patient eingeschlafen ist.
    • Die Intubation erleichtert die Beatmung und verringert die Gefahr des Einatmens von Speichel oder Mageninhalt (Aspiration).

Regionalanästhesie

  1. Plexusanästhesie

    • Die Plexusanästhesie eignet sich für Eingriffe an der Hand, am Unterarm und an Teilen des Oberarmes.
    • Es wird im Bereich der Achsel oder im Schulter-/Halsbereich ein Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum) eingespritzt.
    • Das Aufsuchen des Armplexus kann kurzzeitig ein „Elektrisieren“ hervorrufen.
    • Nach etwa 15 Minuten wird der Arm ganz oder teilweise warm und gefühllos; für eine bis mehrere Stunden kann er nicht oder nur eingeschränkt bewegt werden.
    • Der Patient bleibt dabei bei Bewusstsein, kann jedoch schmerzlos operiert werden.
    • Er kann während des Eingriffs nach Wunsch zusätzlich ein Schlafmittel oder Beruhigungsmittel erhalten.
  2. Spinal-, Peridural-, Kaudalanästhesie

    • Die Spinal-, Peridural-, Kaudalanästhesie eignet sich für Eingriffe an den Beinen, in der Leiste, am Damm und im Unterleib.
    • Es wird ein Lokalanästhetikum zwischen den Wirbeln so in den Rückenmarkskanal eingespritzt, dass die Beine und Teile des Bauches gefühl- und bewegungslos werden.
    • Auch hier kann der Patient bei Bewusstsein, jedoch völlig schmerzlos operiert werden.
    • Da ein sofortiges Aufstehen nach diesen Narkoseverfahren meist nicht möglich ist, muss mit einem längeren Aufenthalt nach der Operation gerechnet werden.
    • Auch hier besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Sedierung.
  3. Intravenöse Regionalanästhesie (IVRA)

    • Außerdem kann man den Arm oder das Bein mittels einer intravenösen Regionalanästhesie (IVRA) schmerzfrei machen.
    • Der Arm oder das Bein werden durch eine Blutleeremanschette vom Kreislauf getrennt.
    • Das Lokalanästhetikum wird direkt in eine Vene der Extremität injiziert.
    • Nach einer Wartezeit kann dann schmerzfrei operiert werden.

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